UNSER ZIEL: Theater in die Schule!

Studie: Darstellende Künste und Schule in Hessen
assitej-studie-darstellende_kuenste_und_[...]
PDF-Dokument [499.0 KB]
THEATER MUSS SCHULE MACHEN! Qualitätsoffensive des Bundesverbandes Theater in Schulen
THEATER MUSS SCHULE MACHEN_aktualisier[...]
PDF-Dokument [571.9 KB]

Theater in die Schule!

Theater ist wie Kunst und Musik ein wesentlicher Teil unserer Kultur.

Deshalb gehört es zum Kernbereich der ästhetischen Bildung in der Schule.

Wir setzen uns dafür ein, dass alle Schülerinnen und Schüler in allen Schulstufen und -formen die Möglichkeit erhalten, an Theaterunterricht teilzunehmen.

Unser Aufruf:

Ihre Formularnachricht wurde erfolgreich versendet.

Sie haben folgende Daten eingegeben:

Ich unterschreibe die ALLIANZ!

Bitte korrigieren Sie Ihre Eingaben in den folgenden Feldern:
Beim Versenden des Formulars ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Hinweis: Felder, die mit * bezeichnet sind, sind Pflichtfelder.

Unser Aktionsplan:

Aktionsplan Darstellende Künste und Schule in Hessen
Präambel


Die künstlerische Arbeit mit und von Kindern und Jugendlichen findet gleichermaßen in professionellen Kontexten wie im Schultheater statt. Beide ergänzen und inspirieren einander. Darstellende Künste für junges Publikum sind per se Kulturelle Bildung. Die Arbeit von Theaterlehrer*innen basiert auf künstlerischen Verfahrensweisen. Produktion und Rezeption der Darstellenden Künste stehen gleichberechtigt nebeneinander.
Schule ist der Ort, der allen Kindern und Jugendlichen die Teilhabe an kultureller Bildung unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem Wohnort gewährleistet. Die gesetzlich festgelegte Selbstverpflichtung der Hessischen Landesregierung, Kulturelle Bildung für Kinder und Jugendliche in besonderem Maße zu fördern, muss also in Schule und der Kooperation von Theater/Darstellenden Künsten und Schule ihren Niederschlag finden. Die Empfehlungen für die Entwicklung der Zusammenarbeit der „Darstellende Künste und Schule in Hessen“ wurden erarbeitet von der Arbeitsgruppe Darstellende Künste und Schule in Hessen.1 Die Empfehlungen wurden ausgehend von den Ergebnissen der Studie „Darstellende Künste und Schule in Hessen“ der ASSITEJ e.V. aus dem Jahre 2018 formuliert.

 

Grundsätzlich ergibt sich aus der Studie:
Die Arbeit im Bereich der Darstellende Künste an Schulen muss erhalten und erweitert werden.
Dazu bedarf es einer Überarbeitung und Aktualisierung der Rahmenvereinbarungen zur Zusammenarbeit von Theatern und Schulen und wesentlich die Bildung einer Interministeriellen Arbeitsgruppe, in der die Ministerien für Wissenschaft und Kunst, das Kultusministerium und das Sozialministerium vertreten sind. Die AG Darstellende Künste und Schule soll zukünftig als Fachbeirat im Auftrag dieser IMAG agieren. Die Vertreter*innen können an diversen Stellen (in Jurys und anderen Beiräten) als Expert*innen für Darstellende Künste und Schule agieren, und so die Entwicklung in diesem Bereich durch ihre Expertise unterstützen.


1. Die Darstellenden Künste brauchen eine curriculare und personelle Verankerung in den Schulen.
Um dies zu realisieren gilt es, analog zur Sekundarstufe II das Fach Darstellendes Spiel in der Primar- und Mittelstufe einzuführen. Die vorhandenen Programme „Theater für ALLE!“ (Grundschule) und „KulturSchule“ (Sekundarstufe I) sind auszubauen und zu erweitern, um mögliche weitere wegweisende Modellschulen im Bereich Darstellende Künste zu etablieren. Darstellende Künste brauchen in der Schule einen sicheren Platz: als Unterrichtsfach, fächerübergreifend oder auch in der Zusammenarbeit mit Künstler*innen. Die Verankerung der Darstellenden Künste im Regelunterricht Darstellendes Spiel ist ebenso vonnöten wie der Ausbau nonformaler Bildungsangebote.


2. Qualifizierung von Lehrkräften für das Darstellende Spiel an Schulen
Die Etablierung eines Studienangebots Darstellendes Spiel an einer hessischen Hochschule im Rahmen der ersten Phase der Lehrerausbildung ist für die Qualität und Kontinuität der Darstellenden Künste in der Schule unerlässlich. Des Weiteren ist, um ein nachhaltiges und flächendeckendes Angebot im Fach sicherzustellen, die Fortsetzung der hessischen Weiterbildungskurse „Darstellendes Spiel“ für Lehrkräfte für alle Schulformen zu gewährleisten. Die in diesem Bereich bereits vorhandenen Kontakte zwischen Institutionen der Lehrerbildung und professionellen Theatern sind zu vertiefen.


3. Schule und Darstellende Künste in kommunalen Bildungslandschaften
Schule sollte als Teil eines übergreifenden sozialräumlichen Zusammenhangs begriffen werden. Das impliziert sowohl ein Verständnis von Schule als kulturelles Zentrum für Schüler*innen, Lehrer*innen, Eltern, Kunstschaffende und Öffentlichkeit wie auch die Ermöglichung von Kunstbegegnungen über den Schulhof hinaus. Dies heißt auch, hierfür die entsprechenden Zeiträume und Räume zur Verfügung zu
stellen und die entsprechenden Strukturen zu etablieren. Dies gilt insbesondere für die Ganztagsschulen. Hierfür müssen den Schulen Budgets und personelle Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Um die Darstellenden Künste nachhaltig zu fördern, ist ein ressortübergreifendes Arbeiten unabdingbar. Anzuregen wäre die Gestaltung kommunaler Bildungslandschaften unter Einbezug der Institution Schule, der Kommune und den Darstellenden Künsten. Es gilt hier an den bereits vorhandenen Netzwerken und Strukturen anzuknüpfen und zu gewährleisten, dass die Angebote der freien Theater abgerufen werden können. Die Kommunen müssen in die Lage versetzt werden, Mittel für Kunst für Kinder und Jugendliche - beispielsweise durch Vergabe von Kulturgutscheinen – bereitzustellen.


4. Netzwerke und Vermittler*innen stärken
Kulturelle Bildung braucht verbindliche Ansprechpartner*innen von Seiten der Darstellenden Künste, den Schulen und den Kommunen. Vorhandene Netzwerke und Koordinierungsstellen gilt es zu stärken.2 Koordinierungsstellen in Kommunen (bzw. Kreisen) vor allem in ländlichen Räumen wären zu etablieren, denn Organisation und Koordinierung sind wesentlich. Dazu gehört auch die Stärkung der Rolle der Vermittler*innen an den Schnittstellen von Darstellenden Künsten und Bildung. Die Akteur*innen müssen auskömmlich entlohnt werden. Die Vernetzung der Darstellenden Künste, Schulen und Kommunen ist zu befördern. Tandem- und Tridemstrukturen sind auszubauen.


5. Förderung sichern – Darstellende Kunst in der Schule braucht künstlerische Qualität
Die künstlerische Arbeit von Darstellenden Künstler*innen in Bildungskontexten ist ein relevantes Praxisfeld. Förderung kultureller Bildungsprojekte kann jedoch kein Ersatz für Produktionsförderung sein. Die Förderung als Bedingung für die Darstellende Kunst in der Schule ist zu sichern. Künstlerisches Können, Kenntnis künstlerischer Verfahrensweisen an den Schnittstellen von Kunst und Bildung, Ergebnisoffenheit und Prozessorientierung sind hier ebenso wesentliche künstlerische Qualitätskriterien wie Heterogenität, Inklusion und Transkulturalität.
Dies umfasst sowohl den Bereich der Rezeption wie den der Produktion. Um die Darstellenden Künste in der Schule qualitativ weiterzuentwickeln, werden Qualifikationsmöglichkeiten und Weiterbildungen für die Akteur*innen aus allen Bereichen benötigt, beispielsweise mobile Akademien.


6. Regionale Strukturen entwickeln
Gastspiele an Schulen und Kooperationen mit Schulen sind weiterhin gezielt und qualitativ zu fördern. Gleiches gilt für die Zusammenarbeit mit Veranstaltern vor Ort. Eine Vorschlagsliste mit qualitativ hochwertigen Angeboten hessischer Akteur*innen sollte alljährlich von Experten erstellt werden.


7. Kunst über den Schulhof hinaus—Ausbau des FLUX- Residenzprogramms
Die temporären FLUX Residenzen ermöglichen Generationenbegegnungen, sind ortsspezifsch angelegt und initiieren vielfältige Begegnungen mit den zeitgenössischen Darstellenden Künsten. Das Programm gilt es zu stärken, strukturell abzusichern und auszubauen. Es sollte durch Schulresidenzen erweitert werden. Dort sollten künstlerische Theaterarbeiten entstehen, die speziell für den schulischen Raum konzipiert werden und mobil spielbar sind. Hierzu gehören Klassenzimmerstücke ebenso wie Produktionen mit Schüler*innen.


8. Produktionshäuser für die Darstellenden Künste in ländlichen Räumen etablieren.
Produktionszentren für die Darstellenden Künste für junges Publikum sowie für das Theater der Kinder sollen auch in ländlichen Räumen etabliert und gefördert werden, um Begegnungsorte für alle Generationen zu schaffen.

 

Fußnoten

1Sie setzt sich zusammen aus Vertreter*innen des Hessischen Kultusministeriums, der Verbände ASSITEJ e.V., Landesverband Schultheater in Hessen e.V., laPROF Hessen e.V., des Landesverbands Theaterpädagogik, des Arbeitskreises der hessischen Kinder- und Jugendtheater sowie den Programmleiter*innen der Netzwerke FLUX, TUSCH Frankfurt, Schultheater-Studio, der Tanzplattform Rhein-Main und der Sprecherin der theaterpädagogischen Abteilungen der Stadt- und Staatstheater.


2 Fachberatungen Kulturelle Bildung, Koordinierungsstellen Kulturkoffer, FLUX, TUSCH, Landkulturperlen, AK Südwest, laPROF, Schultheater-Studio, LTPH, LSH.

Der Aktionsplan als pdf zum Herunterladen.
18.19 Aktionsplan Theater und Schule in [...]
PDF-Dokument [260.8 KB]

AUS AKTUELLEM ANLASS: Pressekonferenz der Fächer KUNST - MUSIK - THEATER!

... und mehr:

Kultur für alle – aber in guter Qualität!

Pressemitteilung des Rats für Kulturelle Bildung

 

Warum die Zahl außerunterrichtlicher Angebote Kultureller Bildung kein hinreichendes Indiz für den Erfolg Kultureller Bildung ist: Ein Zwischenruf des Rates für Kulturelle Bildung, rund 500 Tage vor der Bundestagswahl

 

Essen, 27. Mai 2016. Stehen die Chancen gut für die Kulturelle Bildung der nächsten Jahre? Deutet man die jüngsten politischen Signale aus Berlin, so sieht es danach aus. „Zumindest gilt das für die Quantität der Angebote Kultureller Bildung im non-formalen Bereich und ihre finanziellen Ausstattungen: Der Wille zur Fortsetzung des Programms ‚Kultur macht stark‘ über die Bundestagswahl 2017 hinaus oder die Initiative des neuen‚ BKM-Sonderpreises für kulturelle Projekte mit geflüchteten Menschen‘ zeigen dies in den vergangenen Wochen immer deutlicher“, sagt Prof. Dr. Eckart Liebau, Vorsitzender des Rates für Kulturelle Bildung und Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls für Kulturelle Bildung an der Universität Erlangen-Nürnberg. Auch die aktuelle Aktionswoche ‚Kultur öffnet Welten‘ der Staatsministerin für Kultur und Medien stoße auf breite Resonanz in der Öffentlichkeit und beflügele damit eine Debatte über die Anforderungen im Bereich der Kulturellen Bildung.

Kultur für alle – aber in guter Qualität!

„Der bloße Blick auf Teilnehmerzahlen und leuchtende Kinderaugen reicht aber nicht aus“, so Liebau weiter. Eine der wichtigsten Anforderungen – das habe der Rat bereits 2013 in seiner ersten Denkschrift „Alles immer gut. Mythen Kultureller Bildung“ formuliert – sei die genauere Wahrnehmung und Reflexion der Realitäten in der Kulturellen Bildung: „Denn es gibt auch gescheiterte oder unausgereifte Projekte. Die Frage nach der Qualität muss daher systematisch gestellt werden. Dabei müssen dann auch die zahlreichen legitimatorischen Mythen Kultureller Bildung – dass eben alles immer gut sei – hinterfragt werden. Überzogenen Hoffnungen und Wirkungsversprechungen muss man gerade dann entschieden entgegentreten, wenn man Kulturelle Bildung nachhaltig fördern will.“

Teilhabe kann nur ermöglicht, Zugänge hingegen können gestaltet werden

Kultur für alle sei eine unverändert gültige Forderung. „Dieser Leitsatz ist in den nächsten Jahren aber kritisch zu erweitern: Kultur für alle – aber in guter Qualität und mit realistischer Wahrnehmung der Bedingungen, Prozesse und Ergebnisse“, so Liebau weiter. Bewusst stellte der zwölfköpfige, unabhängige Expertenrat daher die Qualitätsfrage ins Zentrum seiner Arbeit. Eine wesentliche Dimension der Qualität ist dabei die Frage der Teilhabe. Wer aber Teilhabe erreichen will, muss quantitativ hinreichende Zugänge eröffnen und qualitativ hochwertige Angebote machen – diese Botschaft formulierte die Denkschrift „Schön, dass ihr das seid. Kulturelle Bildung: Teilhabe und Zugänge“ im Herbst 2014. „So erfreulich das Wachstum in der außerunterrichtlichen Kulturellen Bildung auch ist, so bleibt die Frage der Grundversorgung im Sinne der Zugänge zu Kultureller Bildung insbesondere in der vorschulischen und schulischen Bildung doch unbefriedigend“, so Liebau weiter.

Keine systematische Qualitätssicherung vorhanden

Auch der erfreulich voranschreitende, bundesweite Ausbau der Ganztagsschulen lässt das Angebot Kultureller Bildung im unterrichtsergänzenden Bereich wachsen. „Aber was genau, nach welchen Maßgaben, in welcher pädagogischen Qualität und von welchen Kräften mit welcher Qualifizierung da angeboten wird, das weiß über Einzelbeispiele hinaus keiner so genau. Es gibt dafür weder hinreichend bestimmte Qualifikationsanforderungen noch eine Qualitätskontrolle, die auch nur annähernd jener für den Schulunterricht ähnelt“, ergänzt Eckart Liebau.

Doch ebenso im curricularen Bereich gelte es, sich den Realitäten stärker zu stellen. Im Sommer 2015 deckte die im Auftrag des Rates vom renommierten Allensbach-Institut durchgeführte Studie „Jugend/Kunst/Erfahrung – Horizont 2015“ auf: 17 Prozent der Schülerinnen und Schüler in 9. und 10. Klassen an allgemeinbildenden Schulen haben bundesweit keinen Kunstunterricht, 22 Prozent keinen Musikunterricht. Hinzu kommen 33 Prozent, bei denen Kunst und 27 Prozent, bei denen Musik mehr als selten ausfallen. Dieses Defizit können noch so gute außerschulische Programme nicht kompensieren. Auch aus diesem Grund ist die Entwicklung eines regelmäßigen Bildungsmonitorings für den gesamten Bereich der Kulturellen Bildung unabdingbar, so das Fazit des Expertenrates.

„Echte Teilhabe, statt bloße Teilnahme“

Die Allensbach-Studie macht zudem deutlich, dass ein Drittel der 9. und 10.-Klässler sich auch bei vorhandenem Angebot weder für Klassische Musik noch für Theater, Tanz oder weitere künstlerische Formen der Kulturellen Bildung interessiert – gleichgültig, ob sie im formalen oder non-formalen Bereich angeboten werden. Es ist also nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität der Angebote entscheidend, wie etwa die jüngste Denkschrift des Rates für Kulturelle Bildung „Zur Sache. Kulturelle Bildung: Gegenstände, Praktiken und Felder“ (2015) zeigt.

Liebau dazu: „Damit stellt sich in aller Schärfe die Frage nach der Qualität von künstlerischen Inhalten und pädagogischer Vermittlung. Das betrifft umso mehr Kinder aus bildungsfernen Milieus, die im Elternhaus nur wenig Unterstützung im kulturellen Bereich erfahren. Initiativen wie zum Beispiel die vielbeachtete Abschaffung des Eintrittspreises im Essener Folkwang-Museum zeigen, dass der Wegfall der monetären Hürde allein nicht ausreicht. Teilhabe setzt nicht nur Zugangsmöglichkeiten, sondern auch Teilhabefähigkeiten und -interessen voraus. Die entscheidende Aufgabe liegt daher darin, das Interesse für die kulturellen Gegenstände zu wecken und durch entsprechend attraktive und stabile Angebote zu stärken.“

 

Die fünf wichtigsten politischen Aufgaben

Aus diesen Gründen empfiehlt der Rat mit Blick auf die nahende Bundestagswahl 2017, die Weichen für eine gute Grundversorgung zu stellen, und zwar so, dass diese dem Anspruch „Kultur für alle“ tatsächlich gerecht werden könne:

1. Die künstlerischen Fächer und Bereiche im formalen Bildungsbereich müssen ausgebaut und aufgewertet werden, auch im Blick auf Abschlüsse und Berechtigungen.

2. Die Kulturelle Bildung im non-formalen Bereich muss auch in ihrer Qualitätsentwicklung systematisch gefördert werden.

3. Der Auf- und Ausbau Kommunaler Kultureller Bildungslandschaften ist besonders im Blick auf die Ganztagsangebote in der vorschulischen und schulischen Bildung eine dringende gesamtgesellschaftliche Aufgabe. 

4. Dabei muss eine evidenzbasierte Politik im Bereich der Kulturellen Bildung wesentlich stärker nach den wissenschaftlichen und den künstlerischen Grundlagen fragen. Notwendig sind ein regelmäßiges, umfassendes, unabhängig durchgeführtes wissenschaftliches Monitoring der Kulturellen Bildung und ein systematischer Ausbau der Forschung.

5. Nötig ist darüber hinaus die Weiterentwicklung von Strukturen der Qualitätsentwicklung und -sicherung auf wissenschaftlicher und künstlerischer Grundlage, etwa im Rahmen eines von Bund, Ländern, Gemeinden und Zivilgesellschaft getragenen Qualitätsinstituts.

 

Der Rat für Kulturelle Bildung sieht seine Aufgabe darin, mit seinen Analysen und Empfehlungen zu dieser Entwicklung beizutragen.

 

Über den Rat für Kulturelle Bildung

Der Rat für Kulturelle Bildung ist ein unabhängiges Beratungsgremium, das sich umfassend mit der Lage und der Qualität Kultureller Bildung in Deutschland befasst. Ihm gehören zwölf Mitglieder an, die verschiedene Bereiche der Kulturellen Bildung repräsentieren: Tanz- und Theaterpädagogik, Musik- und Literaturvermittlung, Bildungsforschung, Erziehungswissenschaften, Pädagogik, Soziologie, Kulturwissenschaften, Medien, Kulturelle Bildung und die Künste.

Der Rat für Kulturelle Bildung ist eine Initiative der ALTANA Kulturstiftung, Bertelsmann Stiftung, Deutsche Bank Stiftung, Karl Schlecht Stiftung, PwC-Stiftung, Robert Bosch
Stiftung und der Stiftung Mercator.

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.rat-kulturelle-bildung.de

 

Theater als Schulfach

Ein Artikel zum Thema in der Frankfurter Rundschau vom 26. Dezember 2014

Resolution

Resolution: Künstlerische Schulfächer sind unverzichtbarer Teil des schulischen Bildungsauftrags
Deutscher Kulturrat setzt sich für künstlerische Schulfächer ein
03.25. Resolution künstlerische Schulfäc[...]
PDF-Dokument [241.7 KB]

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kolleginnen und Kollegen,
vielerorts setzen sich Eltern, Lehrer/innen, Schüler/innen und andere Akteure dafür ein, dass kulturelle Kooperationsprojekte an und mit Schulen initiiert werden und Kulturelle Bildung das Schulleben über den künstlerischen Fachunterricht hinaus bereichert.
Um Mitstreiter/innen zu finden und in der Schulgemeinschaft für den Mehrwert Kultureller Bildung zu werben, benötigen sie gute Argumente. Solche haben der Bundeselternrat und die BKJ in der Broschüre „Kunst und Kultur beflügeln das Schulleben – Argumente für mehr Kulturelle Bildung in der Schule“zusammengestellt.
Die Broschüre stellen wir Ihnen bei Interesse kostenfrei zur Verfügung. Bitte lassen Sie uns wissen, ob, und falls ja, wie viele Exemplare wir Ihnen zwecks Streuung in Ihren Netzwerken zukommen lassen dürfen. Eine formlose Mail an crummenerl@bkj.de reicht aus.
Hier besteht ferner die Möglichkeit des kostenfreien Downloads: http://www.bkj.de/pub./downloads/id/8969.html.
Bei Fragen sind wir gerne für Sie erreichbar.
 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Kultur macht Schule Team

 
Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ)
Arbeitsbereich Kultur macht Schule
Küppelstein 34
42857 Remscheid
Fon 02191.794 397
Fax 02191.794 389
muenter@bkj.de
www.kultur-macht-schule.de
www.mixed-up-wettbewerb.de

Synopse über die Förderung der Bundesländer für die Kooperation von Internationaler Jugendarbeit und Schule

Lesen Sie hier die Synopse über die Förderung der Bundesländer für die Kooperation von Internationaler Jugendarbeit und Schule, die im Verlauf des letzten Jahres von der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit (IJAB) in Bonn zusammengestellt wurde. Die Synopse bietet allen Beteiligten erstmals eine umfassende Übersicht von Fördermöglichkeiten sowohl der Jugend- als auch der Kultusministerien. Bei der Durchsicht wird deutlich, dass dieses Kooperationsfeld, in dem ja auch der Jugendkultur- und Fachkräfteaustausch eine Rolle spielt, einer angemesseneren politischen Rahmengestaltung bedarf.  

Kulturelle Bildung International
Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung
Küppelstein 34
42857 Remscheid
Fon: 02191 / 794 391
Fax: 02191 / 794 389
 

MISSION: THEATER

IQB-Bildungsstudie: Künstlerische Fächer dürfen nicht das Opfer sein

Pressemitteilung
Deutscher Kulturrat fordert differenzierte Betrachtung von quantitativen Bildungsstudien / Berlin, den 11.10.2013.

 

Heute wurde von der Kultusministerkonferenz in Berlin der Ländervergleich in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern vorgestellt (IQB-Ländervergleich 2012. Mathematische und naturwissenschaftliche Kompetenzen am Ende der Sekundarstufe I http://www.iqb.hu-berlin.de/laendervergleich/lv2012/Bericht). Drei Jahre nach der Veröffentlichung des Ländervergleichs zu den sprachlichen  Kompetenzen liegen nunmehr Daten zu den Kompetenzen von Schülern in Mathematik und Naturwissenschaften vor.   

Wie zahlreiche Bildungsstudien zuvor, zeigt sich auch im vorliegenden Ländervergleich zu Mathematik und Naturwissenschaften, dass die soziale Herkunft und der Zuwanderungshintergrund einen signifikanten Einfluss auf den Kompetenzerwerb in diesen Fächern haben. Hier wird Deutschland seit Jahren in zahlreichen Studien ein Spiegel vorgehalten, der inzwischen erheblichen Handlungsdruck bei den Ländern erzeugen sollte.   

Erfreulich ist das gute Abschneiden ostdeutscher Länder im Ländervergleich. Diese Länder scheinen nach wie vor von einer guten Ausbildung von Mathematik- und  Naturwissenschaftslehrern in der ehemaligen DDR zu zehren. Zudem scheint die  Stabilität im seit 1990 eingeführten zweigliedrigen Schulsystem ebenso einen Beitrag zu dem Ergebnis zu leisten, wie der geringe Anteil an Schülern mit  Zuwanderungsgeschichte in diesen Ländern.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte:
"Quantitative Bildungsstudien können Hinweise geben, in welchen Bereichen des Bildungswesens es hakt und wo Verbesserungen von Nöten sind. Sie müssen aber differenziert betrachtet werden. Aus dem vorliegenden Ländervergleich vorschnell zu schließen, alle Länder müssten in der Schule Mathematik und Naturwissenschaft einen noch höheren Stellenwert einräumen, schießt weit über das Ziel hinaus. Eine fundierte Schulbildung setzt Kompetenzen in allen Disziplinen voraus, dazu gehören zweifelsohne Sprachen, Mathematik und Naturwissenschaft. Einen ebenso hohen Stellenwert haben aber auch darstellendes Spiel, Kunst und Musik. Diese Fächer dürfen nicht weiter an den Rand gedrängt werden, sondern müssen mit ebensolcher Ernsthaftigkeit ihren Platz im Schulalltag haben, wie andere Disziplinen. Die Forderung einiger Politiker, als Konsequenz aus dem  IQB-Ländervergleich, dem mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht an den Schulen Priorität einzuräumen, weisen wir deshalb mit Nachdruck zurück."

Impressum:
Deutscher Kulturrat e.V.
Mohrenstr. 63
10117 Berlin
Web: http://www.kulturrat.de

Landesverband Theaterpädagogik in Hessen gegründet

30 Theaterpädagog_innen aus allen Regionen Hessens folgten am 27. Februar 2015 der Einladung des Schultheater-Studios Frankfurt, sich in Hessen stärker zu vernetzen und einen handlungsfähigen Fach- und Berufsverband zu gründen.  Das geschah symbolträchtig am ersten „Tag der Theaterpädagogik“ in Deutschland,  den der Bundesverband Theaterpädagogik, BUT, ins Leben gerufen hat. Die hessischen Theaterpädagog_innen haben damit den ersten Landesverband des BUT gegründet.

Immerhin 15 Jahre hat es gedauert, bis aus den jährlichen Theaterpädagogik-Regionalkonferenzen des Schultheater-Studios sich ein solcher Zusammenschluss entwickeln konnte. Als Theaterpädagogisches Zentrum Rhein-Main war das Schultheater-Studio von Anfang an ebenso BUT-Mitglied wie auch Mitglied des Landesverbandes Schultheater in Hessen und kümmerte sich unter der Leitung von Joachim Reiss in den letzten Jahren in mehreren vorbereitenden Konferenzen um den Aufbau einer Landesorganisation, die die Interessen von Theaterpädagog_innen vertreten und das Fachgebiet in Hessen weiterentwickeln soll.

Es geht sowohl um die Arbeitsbedingungen und Honorare der überwiegend individuell und freiberuflich tätigen Theaterpädagog_innen als auch um die Entwicklung von Qualitätsstandards theaterpädagogischer Arbeit und Projekte sowie um deren Anerkennung in der Öffentlichkeit und bei staatlichen und privaten Institutionen. Letztlich sollen Kinder, Jugendliche und Erwachsene neben und nach der kulturellen Bildung in den Schulen im Fach Theater/Darstellendes Spiel in ihrer Freizeit die Möglichkeit erhalten, das Theaterspielen für sich zu entdecken, künstlerische Erfahrungen zu machen und die eigenen Fähigkeiten und Interessen weiter zu entwickeln. Die Theaterpädagogik bietet in Kinderprogrammen, Jugendzentren, Gemeinden, Vereinen und Theatern, aber auch in Museen und Turnhallen die Chance, sich in fremden Rollen zu erproben, neue Seiten bei sich zu entdecken, soziale Fähigkeiten auszubauen, die eigene Persönlichkeit zu entfalten, wichtige Themen künstlerisch und kreativ zu bearbeiten und für ein Publikum ästhetisch zu gestalten. Sie ist ein bedeutender Teil der kulturellen Bildung in unserem Land.

Die Versammlung im Schultheater-Studio beschloss die Gründung des Landesverbandes Theaterpädagogik Hessen als e.V., verabschiedete eine Satzung und wählte Katharina Fertsch-Röver, Nicole Peinz und Philip Haines (Frankfurt), Peter Aurin (Wiesbaden), Tatjana Glücks-Trommershäuser (Runkel/Limburg), Benjamin Porps (Kassel), Sascha Mahnel (Fulda) in den Vorstand.

Sitz und erste Kontaktstelle des Vereins ist das Schultheater-Studio Frankfurt.

Nun macht sich der neue Verband daran, ein Programm zu entwickeln, zu dem die Evaluation theaterpädagogischer Projekte, die Erarbeitung neuer und auch gemeinsamer Projekte und Programme sowie ein theaterpädagogisches Landesfestival gehören. Dafür werden über die 30 Gründungsmitglieder hinaus weitere aktive Theaterpädagog_innen gesucht.

Joachim Reiss

Schultheater-Studio Frankfurt / Theaterpädagogisches Zentrum Rhein-Main

Landesverband Schultheater in Hessen e.V.

 

 

Geschäftsstelle

Andrea Fischer

Rodensteiner Straße 49

64407 Fränkisch-Crumbach

Telefon (0 61 64) 51 55 89

 

 

Kontakt

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Landesverband Schultheater in Hessen

Erstellt mit 1&1 IONOS MyWebsite.