Die Gruppen der Grundstufe bis 8. Klasse (B)

Humboldt meets Büchner

 

„Jeder muss den Mut zu einer Meinung haben!“

Diese Botschaft wollen die Schüler_innen der Georg-Büchner-Schule und der Alexander-von-Humboldt-Schule mit ihrem Stück „Humboldt meets Büchner“ übermitteln. Die Kooperation der zwei Schulen steht unter der gemeinsamen Leitung von Dagmar Hommel und Bianca Heine.

Das Stück beginnt mit kleinen Ausschnitten, in denen die Schüler zu Hause von ihren Eltern herumkommandiert werden. Die Schüler weisen auf die Fremdbestimmung hin, die sie jeden Tag durch Eltern, Lehrer und andere Autoritätspersonen erfahren.

So müssen sie in der Schule Referate über Georg Büchner und Alexander von Humbold halten, weil die Lehrer das so möchten.

 

Tanz dich frei!

Das szenische Spiel wird durch viele musikalische und tänzerische Einlagen geprägt, die durch eine klare Choreografie bestechen.

Besonders kreative Bilder werden mit Malerfolie, Bändern und Tanzsäcken erschaffen; stimmig gelingt auch die Einbindung aller Requisiten.

 

Der positive Abschluss gelingt durch eine Tanzeinlage zu „Wild and Free“ von Lena, die von allen Schülern energiegeladen mitgesungen wird.

Vor allem das Spiel zweier Schüler auf der Empore ist uns im Kopf geblieben, welches durch das Werfen von Flyern ins Publikum unterstützt wird.

 
Von Hannah

 

 

Die Dia-Show zum Stück findest du weiter unten im BLOG.

Bitte scrollen!

„Raus mit der Sprache!“ – Eine Suche nach Antworten

 

Wo kommen wir her? Was ist Heimat? Was ist Heimat? Was ist Sprache? Wieso sprechen wir Menschen überhaupt? Und wie soll ich mich eigentlich mit jemandem verständigen, der meine Sprache nicht beherrscht? – Diese Fragen und viele weitere beschäftigten die Klasse 5b und ihre Lehrerin Ulrike Gernandt-Reuß der Otto-Ubbelohde-Schule Marburg zu Beginn dieses Schuljahres. Die Antworten hierauf, die sie in verschiedenem Fachunterricht, in Eigenrecherche und auf spannenden Exkursionen finden konnten, teilen sie humoristisch in einer facettenreichen Collage mit ihrem begeisterten Publikum, welches von einer Gruppe Wissenschaftler mit Einstein-Perücken durch die einzelnen Elemente des Stückes geführt wird.

 

Die Korken müssen ploppen!

Zu Beginn irrt eine Vielzahl Kinder, durch Korken in den Mündern zum Schweigen gebracht, hilflos über die Bühne. Die Lösung für ihr Problem ist so einfach, doch man muss erst einmal darauf kommen: Plopp! Und schon kann Kommunikation beginnen!! Durch die vielen Sprachen dieser Welt ist dies oft kein einfaches Unterfangen. Dass es dennoch klappt und vor allem mit welcher Leichtigkeit dies gelingen kann, demonstrieren die Darsteller uns in ihrem Stück. Eine Gruppe von Kindern auf dem Spielplatz trifft zum Beispiel auf ein fremdes Mädchen, das mit ihrem Rucksack scheinbar aus der Fremde kommt. Sie spricht die Sprache der anwesenden Kinder zunächst nicht. Nach einer zögerlichen Annährung wird sie jedoch in die gemeinsamen Spiele einbezogen. Kurz darauf bringen sich die Kinder gegenseitig erste Wörter ihrer Sprachen bei, indem sie Elemente auf ihren ‚Heimatdecken‘ in ihrer Muttersprache benennen.

 

Wissenschaft kreativ erklärt

Die Figur des Prof. Lameli führt uns durch das Stück und veranschaulicht mittels Luftballons und Papierbänder, wie Stimmbildung im menschlichen Körper funktioniert. Darüber hinaus wird dargestellt, wie der Urmensch einzelne Wörter erfand und wie er sich weiter entwickelte. Die gesamte Evolutionskette präsentiert sich dem Zuschauer in Form eines Standbildes, in welchem Bananen als Werkzeuge der verschiedenen Zeitalter fungieren. In einer weiteren Szene lernt das Publikum, wie ‚Ballonbabies‘ bereits im Bauch der Mutter an Klang und Sprache gewöhnt werden.

 

Ein Zusammenspiel von Text, Klang und Licht

In rotes und gelbes Licht getaucht, die Kostüme weitgehend in Rottönen gehalten, kreiert die Gruppe auf der Bühne eine von Wärme und Frohsinn geprägte Atmosphäre und transportiert diese mittels ihrer enormen Spielfreude auch zu den Zuschauern. Die Darsteller spielen in Kleingruppen, teilweise mit chorischen Elementen, Figurensplitting und Wiederholungen. Die Texte und Gags wurden allesamt von den jungen Darstellern entwickelt, die einzelnen Elemente der Collage in Kleingruppen erarbeitet. Auch musikalische Talente der Kinder werden durch Einfügen von Instrumental- und Rapeinlagen eingebunden. Man merkt den Darstellern ihren Stolz an, denn dieses Stück ist wirklich ihr Stück, das sie hart erarbeitet haben. Und auch die Zuschauer zollen der Leistung der Truppe begeistert Respekt.

Die Dia-Show zum Stück findest du weiter unten im BLOG.

Bitte scrollen!

Lieber jetzt mutig sein als irgendwann

 

„Prinzessin der anderen Art…“

Im Theaterstück „Lieber jetzt mutig sein als irgendwann“, aufgeführt von der freien Theater-AG des TV-Crumstadt unter der Leitung von Bernd Susenburger, wird die Geschichte von der aufmüpfigen Prinzessin Annika und ihren drei Luxus liebenden Schwestern erzählt. Dabei orientiert sich das Stück an dem Drama „Leonce und Lena“ von Georg Büchner. Anders als ihre Schwestern hat Annika kein Interesse daran, das Königreich Popo zu regieren und so verfolgt sie nur mit Desinteresse die von den Eltern angeordnete Prinzenwahl der Königstöchter teil.

 

„Ich fall gleich von der Prinzenrolle“

Nach einem kleinen peinlichen Missgeschick des einen Prinzen rettet Annika ihn vor den bösen Zungen ihrer Schwestern. Danach können beide nicht mehr aufhören, aneinander zu denken, dennoch beschließt Annika, das Königreich zu verlassen, da sie als Thronfolgerin auserwählt worden ist.

Auf ihrer Reise begegnen die beiden sich wieder und beschließen ihre beiden Königreiche „Pipi“ und „Popo“ zu vereinen, nachdem der Prinz ihr einen Heiratsantrag gemacht hat.

 

Majestätische Bühnenpräsenz

Das Stück spielt sowohl auf als auch vor der Bühne, wobei oben stets die Königin mit dem von ihr unterdrückten König auf einem Thron sitzt. Unter ihnen, aber trotzdem noch auf der Bühne, sitzen die drei Prinzessinnen, während sich vor der Bühne das Geschehen rund um Annikas Reise abspielt.

Zudem befindet sich eine Gruppe weiterer Darsteller am Rand unterhalb der Bühne und kommentiert chorisch die Ereignisse. In diesem Stück wird zudem viel mit Musik gearbeitet, zu der die Schauspieler tanzen. Dadurch, sowie durch ausdrucksstarke Mimik und Gestik, werden die verschiedenen Stimmungen gut darstellt.

 

Königliches Amüsement

Besonders begeistert uns bei diesem Stück der Enthusiasmus und die Leidenschaft, die alle Schülerinnen und Schüler beim Spielen zeigen. Das Schauspieltalent der noch jungen Darsteller ist wirklich bewundernswert.

Auch haben uns die gut gewählten Wortwitze der im Vordergrund sitzenden Gruppe immer zum Schmunzeln gebracht.

 

Von Linne und Hannah

 

 

Die Dia-Show zum Stück findest du weiter unten im BLOG.

Bitte scrollen!

Harry Potter nervt – in mindestens sieben Sprachen

 

Ein Theaterstück in sieben Sprachen, welches die Zuschauer auch verstehen? Ja, das ist möglich. Denn genau das hat die Theater AG der Eichendorffschule Kelkheim uns bewiesen, die sich bereits mehrsprachig als Zwerge dem Publikum vorstellen. Als Ideenquelle dient das Märchen „Schneewittchen und die sieben Zwerge“. Auf der Bühne taucht dann aber plötzlich Harry Potter auf, der immer wieder versucht mitzuspielen, aber auf allen sieben Sprachen hinter den Vorhang geschickt wird.

 

Harry Potter als running gag

Das wiederkehren von Harry Potter ist der running gag, was das Stück für die jungen Zuschauer_innen sehr unterhaltsam macht. Schließlich wird er von den anderen Figuren akzeptiert und darf mitspielen. Als ein Highlight des Stückes dient ein performatives Element: Auszählen mit Marshmallows im Mund. Beim Sprechen mit vollem Mund lachen nicht nur die Darsteller.

 

Alternatives Rettungsszenario

Im Verlauf des Stückes isst Schneewittchen obligatorisch den vergifteten Apfel, symbolisiert durch einen riesigen gelben Stoffball. Der Vorlage entsprechend wird sie ohnmächtig und von den Zwergen in ein Auto verfrachtet, welches durch Kisten stilisiert dargestellt wird. Durch eine leidenschaftlich ausgespielte Vollbremsung an einer roten Ampel spuckt Schneewittchen den Apfel der bösen Hexen wieder aus. Somit hat die Geschichte ein Happy End. Glücklich wirken auch die Mitglieder der Theater AG, die viel Spaß auf der Bühne haben, der sich auf die Zuschauer überträgt.

Die Kelkheimer Theaterkinder haben durch viel Kreativität ein ganz neues Märchen erzählt, das uns in seinen Bann gezogen hat.

 

Von Laura

 

Die Dia-Show zum Stück findest du weiter unten im BLOG.

Bitte scrollen!

Stell dir vor…DU wärst ein Flüchtling

 

Die aktuelle Flüchtlingswelle wird von der 6. Klasse der Gesamtschule Hungen unter der Spielleitung von Daniel Komma in einem bewegenden Theaterstück aus Kindersicht verarbeitet. Es wird in der Eigenproduktion vor allem die Flucht- und anschließende Integrationsproblematik dargestellt.

 

Grenzerfahrung: der Albtraum der Flucht

Dem jungen Rick und seinen Freunden fällt es schwer, zwei Kinder mit Migrationshintergrund, die neu in die Klasse kommen, zu integrieren. Doch eines Nachts durchlebt Rick einen Traum, in welchem er selbst vor Krieg und Zerstörung flüchten muss. Dieses Erlebnis prägt ihn sehr und ändert seine Sichtweise.

 

Metaphorische Horizonterweiterung

Durch Licht und Ton werden immer wieder neue Szenen und Atmosphären kreiert, die alle Mitspieler einbeziehen. Dies zeigt ein Ausschnitt aus Ricks Traum, in dem er sich auf einem Schiff befindet, besonders gut: Einige Schauspieler bilden einen Pulk in der Mitte der Bühne und paddeln auf imaginärem Wasser, während andere mit großen Tüchern Wellen darstellen. Durch gedämpftes, bläuliches Licht hat die Szene eine magische, bedrohliche Wirkung, die durch das gute Spiel der noch jungen Darsteller unterstrichen wird.

 

Und die Moral von der Geschicht`…

Besonders bewegt uns das motivierende und fröhliche Ende; die Schüler nehmen sich an der Hand und tanzen miteinander, wobei Herkunftsland und Nationalität keine Rolle spielen. Laut singen sie zusammen: „Es kommt die Zeit, in der das Wünschen wieder hilft.“

 

Von Fabienne, Linne und Hannah

 

 

DIA-SHOWS!!! Gruppe B

Humboldt meets Büchner

Georg-Büchner und Alexander-von-Humboldt-Schule Rüsselsheim

Spieleitung: Dagmar Hommel & Bianca Heine

Raus mit der Sprache

Klasse 5b der Otto-Ubbelohde-Schule Marburg

Spielleitung: Ulrike Gernandt-Reuß

Lieber jetzt mutig sein als irgendwann

Freie Theatergruppe des TV Crumstadt

Spielleitung: Bernd Susenburger

Stell dir vor ... DU wärst ein Flüchtling

Darstellendes Spiel Klasse 6

Gesamtschule Hungen

Spielleitung: Daniel Komma

Harry Potter nervt ...

Theater AG der Eichendorffschule Kelkheim

Spielleitung: Christian Heinrich

Der Festakt

Die Gruppen 9. Klasse bis Oberstufe (A)

Abgründe

 

In dem Theaterstück der Theater AG der Albert-Schweizer-Schule geht es um Selbstmord und darum, wie die Gesellschaft verzweifelte Individuen scheinbar dazu treibt. Vier Mädchen treffen sich auf dem Dach eines Hochhauses, um Selbstmord zu begehen, doch dazu kommt es nicht, da ein Mädchen noch ihren Vogel aus seinem Käfig befreien möchte. Hierdurch hat sie den perfekten Moment zum Springen zerstört: Mit dem letzten Glockenschlag sollte es geschehen. Doch nun springt keine der Vier.

 

Flug in die Freiheit?

Der geplante Suizid wird mehrfach in Angriff genommen, doch nie vollzogen. Fast-Sprung-Szenen ziehen sich durch das gesamte Stück. Am Ende darf der Vogel in die Freiheit fliegen, die Mädchen bleiben aber alle auf dem Boden.

 

„Man sollte ihn abknallen!“

Die Szenen auf dem Hochhaus werden unterbrochen durch Szenen, die die Gesellschaft darstellen. Die verzweifelten Mädchen suchen Kontakt und Hilfe. Statt Unterstützung und Empathie erfahren sie Spott und sogar Ermutigungen zum Sprung. Eine Ansammlung von verärgerten Autofahrern ruft einem potentiellen Springer im Chor zu: „Spring doch“, und beschimpft ihn als „asoziales Arschloch“.

 

Grün - nein lila!

In einer weiteren Szene versucht ein Mädchen von sich selbst zu erzählen: ihr Alter, ihre Haustiere, ihre Lieblingsfarbe, ihr Lieblingsessen usw. Doch eine herbeieilende Menschenmasse unterbricht sie in jedem einzelnen Satz. Die Menge drängt ihr ein ganz anderes Alter auf, bestimmt ihr Haustier, ihre Lieblingsfarbe und schreibt ihr vor, was sie gerne isst.

 

Ästhetik schafft Wirkung

Das Stück ist emotional und durchzogen von dramatischen Momenten. Die Darsteller fallen nicht aus ihren Rollen. Mimik und Gestik sind stets ausdrucksstark. Auch Artikulation und Intonation tragen ihren Teil zur gespannten Atmosphäre bei.

Dieses Stück ist dramaturgisch voll und ganz gelungen. Der Zuschauer ist bewegt und gefesselt durch das konsequent durchgezogene Figurensplitting, das Spiel mit der Lichttechnik, die emotionale Sprache und natürlich nicht zu unterschätzen durch das Talent und der Bühnenpräsenz der gesamten Gruppe.

 

Von Alex M.

 

Die Dia-Show zum Stück findest du weiter unten im BLOG.

Bitte scrollen!

Twailait – sind Vampire die besseren Männer?

 

Ein Stück, in dem Edward das Fliegen lernt und Jacob vor lauter Haaren nichts mehr sieht…

Das Theaterstück „Twailait“ von der Theater-AG „EchtEinstein“ der Albert-Einstein-Schule Groß-Bieberau basiert auf Ausschnitten der Twilight-Filmreihe, die auf der Bühne auf unterschiedliche Weise humorvoll dargestellt werden. Die Gruppe setzt sich jedoch nicht nur mit dem Inhalt des Filmes, sondern auch mit der Anziehung, die er ausübt und mit Themen, wie zum Beispiel Unsterblichkeit, auseinander. Zu Beginn schüttet eine Darstellerin ein 1000-teiliges Twilight-Puzzle auf die Bühne. Auch das Stück ist aus einzelnen Elementen wie ein Puzzle zusammengefügt.

 

Trennung von Ton, Text, Handlung und Bild

Ein Spieler sitzt vor einem Laptop und erzählt dem Publikum, was für ihn im Film gerade zu sehen ist. Andere Darsteller setzen gleichzeitig das Gesagte übertrieben karikierend für das Publikum um. Die Darsteller wechseln ihre Rollen scheinbar spontan, wobei auch Uneinigkeiten und Chaos eingebaut werden. – In einer Szene sitzen mehrere Mädchen vor einer Livecam, deren Bild an die Rückwand projiziert wird, und erzählen biographische Episoden, z.B. über ihren ersten Kuss. – Emotionslos vorgelesene Skripte der Filme  und Kommentare wie: „Um ihn (Jacob) schmilzt der Schnee, natürlich nur, weil seine Haut so heiß ist. […] Außer sein Kopf. Der ist ein bisschen wie der von einem Lama“, provozieren viele Lacher.

 

Die Bäume in Forks sind höher als in Schlitz

Immer wieder wird auf die teils absurden Besonderheiten einzelner Filmszenen eingegangen. Bereits im Film übertrieben romantische Szenen werden auf der Bühne noch überspitzter dargestellt, ins Lächerliche gezogen und dienen somit der Belustigung der Zuschauer. So klettert Edward mit Bella auf seinen Schultern einen imaginären Baum hinauf, der ewig hoch zu sein scheint. Oben angekommen, genießen die beiden verträumt die einzigartige Aussicht und schauen sich währenddessen immer wieder sehnsüchtig tief in die Augen.

 

Unser Fazit

Dieses Stück überzeugt mit ansteckender Lebendigkeit, viel Wortwitz, der Sportlichkeit der Darsteller in diversen akrobatischen Einlagen, vielseitigen künstlerischen Darbietungen auch musikalischer Art und immer wieder neuen und überraschenden komischen Elementen.

 

Von Fabienne und Maxi

 

Die Dia-Show zum Stück findest du weiter unten im BLOG.

Bitte scrollen!

„Unbekanntes Land – unbedingt Schutzbrille tragen“

Der DS-Kurs Q4 des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums Frankfurt unter der Leitung von Barbara Einhaus bringt eine Inszenierung nach Ionescos „Die Stühle“ auf die Bühne und bannt das Publikum mit Sinnlosigkeit und tiefgründiger Philosophie.

 

Stühle, Stühle, Stühle

Kleine Stühlchen, große Stühle, rote Stühle, weiße Stühle und dazwischen, obendrauf und unten drunter Schauspieler. Manchmal spielt ein Darsteller alleine, manchmal zu zweit im Dialog, immer wieder auch die ganze Gruppe gleichzeitig. Doch jeder von ihnen scheint sein eigenes Stück zu spielen, ist beschäftigt mit je einem eigenen Thema, um das seine Gedanken und Monologe kreisen. Diese reihen sich scheinbar zusammenhangslos aneinander an, fügen sich zu einem chaotischen Gesamtbild zusammen. Die Kontakte der Figuren untereinander sind nur temporär, wirkliche Kommunikation zwischen ihnen kommt nicht zustande.

 

Eine Welt voller Desaster und keine Heilung in Sicht

Ein Herr in einem Bademantel telefoniert mit einem Kunden, der offenkundig Verbindungsprobleme hat. – Ein junger Mann, geht wiederholt über eine durch Stühle dargestellte Straße. Er stürzt dabei immer und immer wieder in das gleiche Loch. – Eine junge Frau konfrontiert die Zuschauer mit den uns stets umgebenden Katastrophen der modernen Welt. – Weitere Figuren, die zunehmend für das Publikum an Form gewinnen, fügen sich in diese Collage ein: die junge Frau, die sich nach Freundschaft sehnt; das geblendete Modepüppchen, das von den vielen verschiedenen Trends unserer Zeit überfordert scheint; der in grau gekleidete, die Zukunft schwarzmalende Menschenfeind; allesamt wunderbar in ihren Eigenheiten ausgearbeitet und gleichzeitig vereinheitlicht durch stilisierte Kostüme und Make-up, das das Publikum glauben lässt, es befände sich im Zirkus.

Das Stück zeichnet sich aus durch einzigartige Bühnenbilder, ins Nichts führende Dialoge des stark und konzentriert spielenden Ensembles, irrwitzige Monologe und bunte Kostüme. Alles ist in sich stimmig und sinnhaft, in seiner Gesamtheit dennoch ein Porträt existenzieller Sinnlosigkeit. Der Zuschauer verliert sich leicht in diesem Stück.

 

Von Klara

 

Die Dia-Show zum Stück findest du weiter unten im BLOG.

Bitte scrollen!

(Un)schuld am laufenden Tonband

Weltweit begehen in einem Jahr 80.000 Menschen Suizid.

In dem Stück (Un)schuld aufgeführt von dem DS-Kurs Q2 der Leibnizschule aus Offenbach unter der Leitung von Daniel Kegler, begeht Hanna Selbstmord. Ihre Mitschüler weisen die Schuld von sich, obwohl sie diese durch Gerüchte und Bedrängungen scheinbar so weit getrieben haben.

Vor ihrem Selbstmord nimmt Hanna mehrere Kassetten auf, in denen sie ihre Mitschüler mehrmals als Schuldige bezeichnet. Die Grundidee stammt aus dem Jugendroman ,,Thirteen reasons why“ von Jay Asher, das 2007 erschienen ist, also eigentlich nicht in der Ära der Kassetten spielt.

Dabei stehen die Kassetten innerhalb der Inszenierung für die Schuld an sich; dies wird durch die permanente Beschäftigung der Schauspieler, die beispielsweise die Tonbänder aus den Kassetten ziehen, symbolisiert, sodass die Schuldthematik innerhalb des Bühnengeschehens präsent bleibt: Teils werden einzelne Darsteller von den Kassettenbändern eingewickelt oder am Anfang alle Spieler von Hanna mit den Kassetten überschüttet.

 

Alte Kassetten für einen guten Zweck

Um die fünfhundert Kassetten werden für das Stück verarbeitet, auf der Bühne vielseitig bespielt und als Dekoration verwendet, zum Beispiel als ein Vorhang, hinter dem sich Spieler versuchen zu verstecken. Zusammen ist diese Menge an Requisiten vor allem durch Spenden von den Spielern, den Lehrern aber auch durch Schüler der Leibnizschule gekommen.

Das Stück hat uns vor allem überzeugt und gefesselt wegen der emotionalen Art der Schauspieler, aber auch wegen der starken Mimik und der stellenweise auch mystischen Szenen im zweiten Akt, in denen die bereits verstorbene Hanna mit dem einzigen, der sich für sie zu interessieren scheint, im weißen Kleid tanzt, ihn aber schließlich auch von sich stößt, da sie ihm vorwirft, zu sein wie alle anderen.

Das Stück wird durch unerwartete Wendungen noch interessanter und Hannas vielschichtiges Handeln für das Publikum absichtlich immer unverständlicher. Das Ende bleibt offen: Die Frage, wen die Schuld trifft, wird nicht beantwortet.

 

Von Laura, Hannah und Fabienne

Die Dia-Show zum Stück findest du weiter unten im BLOG.

Bitte scrollen!

„Lügen, Sonne, Sand und Me(e)hr“

 

Es rappelt im Karton

Ein neuer Stiefvater und dazu auch gleich noch eine Stiefschwester? Kann das gut gehen?!

Viele Kinder beschäftigt diese Frage, vor allem dann, wenn Mutter und Tochter zuvor immer alles nur zu zweit gemacht haben. Genau hierum, um sich ändernde Verhältnisse sowie um Eifersüchteleien und um kleinere und größere Lügen geht es in dem Stück „Lügen, Sonne, Sand und Me(e)hr“ der Theatergruppe TheaterTeenClub aus Fulda am Theater MITTENDRIN, welches auf der Romanvorlage „Alles Lüge“ von Heide Linde basiert. „Wir haben uns vorher überlegt das Thema Lügen zu nehmen, weil es ist ein interessantes Thema ist“, berichtet eine Darstellerin des Stückes.

 

Stirnbänder und Pappkartons unterstützen das Spiel

Die Spieltruppe besteht aus acht Mädchen, alle zwischen zwölf und fünfzehn Jahren alt, die gekonnt abwechselnd in die verschiedenen Rollen der Romanvorlage schlüpfen, kenntlich gemacht z.B. durch das Tragen eines orangefarbenen Stirnbandes um Kopf oder Handgelenk oder sich wiederholende für die jeweilige Rolle typische Gesten. Nicht nur die Rollenzuschreibung gestaltet sich durch den Einsatz der Requisiten flexibel, auch das Bühnenbild entsteht durch die polyfunktionale Verwendung von Kartons immer wieder neu. Deren Einsatz sowie die dargestellte Familienstreit werden betont durch das Singen der Liedzeile „Es rappelt im Karton-ton-ton“. „Der Hintergrund des Liedes hat aber nichts mit dem Theaterstück zu tun“, lachte die Leiterin der Theatergruppe, Barbara Gottwald, beim Nachgespräch des Stückes.

 

Besonders gelungen

Die jungen, aber teils bereits sehr erfahrenen Darstellerinnen zeichnen sich durch hohe Konzentration und gleichzeitig viel Spielfreude aus. Sie zeichnen präzise die Charaktere der von ihnen dargestellten Figuren nach. Das Wechselspiel zwischen Chorerzählung und szenischem Spiel beeindruckt durch Klarheit und zieht das Publikum in seinen Bann.

 

Von Laura

 

Die Dia-Show zum Stück findest du weiter unten im BLOG.

Bitte scrollen!

Elfchen

Wir haben uns dazu entschlossen, den Inhalt der Theaterstücke in Elfchen wiederzugeben, um einen kreativen Zugang zu allen Vorstellungen zu erhalten.

Viel Spaß beim Lesen! :-)

 

A1 Lügen, Sonne, Sand und Me(e)hr

 

Lügen                                      Familie

sich verbiegen                         hält zusammen

immer nur Intrigen                   vertraust du ihr?

ein Anfang ohne Ende             lügst du sie an?

Ausweg?                                  Verrat

 

 

A2 (Un)schuld

 

Kassetten                                Schuld

mit Botschaften                       dein Feind

sie beschuldigen dich              sie jagt dich

es gibt kein Entkommen          sie frisst dich auf

Geständnis?                            Angst?

 

 

A3 Unbekanntes Land

 

Banane                                                                 Panik

Leute rennen                                                         keiner entkommt

Stühle werden verschoben                                    alle sind gefangen

philosophische Gedanken werden geäußert         bist du es auch?

Chaos                                                                   verloren

 

 

A4 Twailait

 

Vampire                                     Liebe

nächtliche Schatten                    jeder liebt

wie ein Puzzle                            es ist gefährlich

sie trinken dein Blut                    der Baum ist megahoch

gefährlich                                   Vampirkuss

 

 

A5 Abgründe

 

Tod                                            Höhe

alles beenden                            sie fallen

es ist vorbei                               fällst du auch?

würdest du es tun?                     keiner fängt dich auf

Leben                                         Gesellschaft

 

 

von Sarah und Hannah

 

 

 

 

DIA-SHOWS!!! Gruppe A

(Un)schuld

DS-Kurs Q2

Leibnizschule Offenbach

Spielleitung: Daniel Kegler

Lügen, Sonne, Strand und Me(e)hr

Eigenproduktion frei nach "Alles Lüge" von Heidi Linde

TheaterTeenClub am Theater MITTENDRIN

Spielleitung: Barbara Gottwald

Einblicke in die "Abgründe" der Theater AG der Albert-Schweitzer-Schule Kassel

Spielleitung: Monika Molinski

Albert-Einstein-Schule Groß-Bieberau

Spielleitung: Andrea Fischer

"EchtEinstein" proudly presents TWAILAIT...

Der DS-Kurs Q4 des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums in Frankfurt präsentiert ein absurd-komisches Theaterstück nach Ionescos "Die Stühle". Hier ein kleiner Vorgeschmack.

Unbekanntes Land

Spielleitung: Barbara Einhaus

(Un)schuld

Leibnizschule Offenbach

DS Kurs Q2

Spielleitung: Daniel Kegler

Erste Eindrücke vom Eröffnungsstück...

Lügen, Sonne, Sand und Me(e)hr

TennClub Theater Mittendrin Fulda

Spielleitung: Barbara Gottwald

Fünf DSP-Student_innen Johanne, Judith, Lukas, Martin und Tobias der Leibniz Universität Hannover begleiten das Festival 2016 und haben sich mutig auf ein nonverbales Interview unseres Teams eingelassen. Herzlichen Dank dafür!

Das sind WIR!

Spot on... Willkommen im Rampenlicht!

Schattenforscherin auf Mission

Anstatt sich am Pfingstwochenende zu entspannen oder sich mit Freunden zu treffen, sind Theatergruppen aus ganz Hessen in Schlitz zusammengekommen, um ihre Inszenierungen zu präsentieren. Zwei Schülerinnen der Journalismusgruppe haben ein Interview mit Dina Keller-Metje geführt, die sich selbst als „Schattenforscherin“ bezeichnet. „Es wurde jemand gesucht, der die ganze Veranstaltung hier erforschen könnte. Ich beobachte das Geschehen mit einem Auge von außen und achte auf Aspekte, die sonst nicht so ins Licht fallen würden“, erklärt Keller-Metje. „Zuerst war die Überlegung, jemanden aus dem wissenschaftlichen Bereich zu nehmen, aber dann hat man sich auf jemanden aus dem Theater- und Kunstbereich geeinigt“, berichtet die Kunstschaffende weiter. Sie habe sich vorab recht wenig über die Hessischen Schultheatertage informiert und wolle mit offenem Blick in das Geschehen gehen, gibt Keller-Metje im Interview zu Protokoll. Für sie sei es ein neues Erlebnis, bei einem Projekt wie diesem mitwirken zu dürfen. Zwar sei sie Regisseurin, aber diesmal sei sie nicht in diesem Bereich tätig. Wie immer geht sie mit viel Vorfreude ans Werk.

 

                          Laura H.

Landesverband Schultheater in Hessen e.V.

 

 

Geschäftsstelle

Andrea Fischer

Rodensteiner Straße 49

64407 Fränkisch-Crumbach

Telefon (0 61 64) 51 55 89

 

 

Kontakt

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Landesverband Schultheater in Hessen

Erstellt mit 1&1 MyWebsite.